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June 17, 2021

Bist du in der Lage, die Premium-Musikqualität HiFi mit Mp3 zu unterscheiden?

  • June 17, 2021
  • 29 Antworten
  • 1267 Ansichten

 

Sind wir überhaupt in der Lage, die Premium-Musikqualität im direkten Vergleich von einer heruntergerechneten MP3 zu unterscheiden? Klingen grosse, unkomprimierte Musikdateien in Ihren Ohren wirklich besser als komprimierte?

Hier findest du den interaktiven Test:

https://www.npr.org/sections/therecord/2015/06/02/411473508/how-well-can-you-hear-audio-quality

 

Ich habe mich ja immer verwundert, warum Spotify, die damals sehr sorglos mit dieser Thematik umgeht (respektive sich damals gar nicht drum kümmert), liegt nicht so falsch.

 

Ich habe beim obigen interaktiven Test völlig versagt. Ich habe im Test oft bei 128kbps angekreuzt :-(

29 Antworten

Superschlumpf
Deezer Supernutzer*in
Deezer 'Sonos-Master' Legend
June 21, 2021

@tanair 

Danke für dein Feedback. Das untermauert imo nur nochmal, dass alle Formate oberhalb MP3 HQ für Bluetooth wenig bis keinen Sinn machen. 
Mit dem passenden Equipment bin ich aber froh, dass es HiFi Flac gibt. 

Anfrage ans Support Team… https://support.deezer.com/hc/de/requests/new
June 21, 2021

@tanair @Superschlumpf 

Ich freue mich sehr, endlich nicht mehr allein zu sein mit meiner Ansicht “HiFi muss ich nicht zwingend haben”. :slight_smile:

Die Thematik mobiles Datenvolumen habe ich im Übrigen auch gehabt, allerdings leicht anders:

In meinem Auto habe ich eine eigene SIM-Karte und kann dann ein WLAN aufspannen. Hier habe ich mein iPhone gekoppelt, welches so eingestellt war, dass es im WLAN HiFi runterladen soll und bei Mobilfunk nur HQ.

Effekt: Über das Auto-WLAN bzw. die Auto-Datenkarte habe ich dann über Mobilnetz HiFi-Material geladen - iPhone befand sich ja im WLAN. Die Datenkarte im Auto hatte dann ein Vielfaches vom iPhone. Bis ich das gecheckt habe, sind einige GB durchgezogen worden. :laughing:

Superschlumpf
Deezer Supernutzer*in
Deezer 'Sonos-Master' Legend
June 21, 2021

Die Frage, ob man Hifi braucht oder nicht, kann man imo eh nicht pauschal beantworten. 
Man sollte halt schauen, ob der Mehrwert von Hifi mit den persönlichen Voraussetzungen an Hardware überhaupt bemerkbar ist. 
Und das ist abgesehen von einer Kombination aus Smartphone und hochwertigen kabelgebundenen Kopfhörern, die einige User doch nutzen dürften, ansonsten eher selten der Fall. Sooo viele User, die auf eine hochwertige Musikanlage streamen,  gibt es im Verhältnis zur Gesamtzahl der Streaming Abonnenten dann wohl eher nicht. Aber DIE (zu denen ich auch gehöre) freuen sich sehr über Hifi. 

Anfrage ans Support Team… https://support.deezer.com/hc/de/requests/new
June 21, 2021

Danke für den Hinweis.

 

Ich habe meinen Beitrag abgeändert und die Aussage

“HiFi muss man nicht zwingend haben”

in

“HiFi muss ich nicht zwingend haben”

geändert.

 

Denn ich kann ja nur für mich sprechen. :slight_smile:

Superschlumpf
Deezer Supernutzer*in
Deezer 'Sonos-Master' Legend
June 21, 2021

@dee_dirk 

Hätteste ruhig lassen können… bist doch ein Man(n). ;-)

Wollte nur meiner Begeisterung mal freien Lauf lassen. :-)))

Anfrage ans Support Team… https://support.deezer.com/hc/de/requests/new
rowa68Autor*in
June 21, 2021

Fraunhofer-Experte: Auch HiFi-Liebhaber können MP3s von CDs nicht unterscheiden


(nmz) -Wien. (pte) Die Audioqualität von komprimierten Formaten wie MP3 bzw. AAC wird selbst von geschulten Hörern oft besser oder zumindest gleichwertig empfunden als sogenannte Lossless-Formate oder Audio-CDs. Zu diesem Schluss kommt die Testplattform TrustedReview in einem Blindversuch mit mehreren Personen.
 
TrustedReview weist darauf hin, dass es sich dabei um keinen Versuch mit streng wissenschaftlichen Parametern handelt. Bemerkenswert an den Ergebnissen war allerdings, dass gerade die deklarierten HiFi-Liebhaber unter den Testpersonen bei der Erkennung des unkomprimierten Musikstückes daneben lagen.
 

Codierung bereits ausgefeilt

"Ein derartiges Ergebnis überrascht mich nicht, weil wir bei unseren internen Experimenten zu einem ähnlichen Schluss kommen. Die Codierungstechnologien sind mittlerweile so ausgefeilt, dass die meisten Leute selbst bei Komprimierungen mit geringerer Datenrate keinen Unterschied mehr hören", erklärt der Fraunhofer MP3-Experte Bernhard Grill im Gespräch mit pressetext.

"Ich würde sogar soweit gehen, dass ein entsprechend kodiertes AAC-Soundfile mit 192 kbit/s heute die bessere Alternative zur Audio-CD ist, da man die 16-Bit-Auflösung der CD weit übertreffen kann." Für besonders audiosensitive Personen, die ganz sicher gehen wollen, empfiehlt Grill eine Datenrate von 256 kbit/s bei AAC und 320 kbit/s bei MP3.

Entwicklungstrend geht in zwei Richtungen

Grill zufolge geht der Entwicklungstrend bei der Audio-Codierung derzeit in zwei Richtungen. Zum einen gehe es darum noch kleinere Dateien bei geringen Qualitätskompromissen zu erhalten. "Das spielt aktuell vor allem bei Streaming-Services über Mobilfunknetze eine wesentliche Rolle, da die Bandbreiten trotz UMTS immer noch gering sind und der Abruf größerer Datenmengen in den meisten Ländern weiterhin teuer ist", erklärt Grill. Als vielversprechendste Codierung gilt dabei der Audio-Codec HE-AAC, auch AAC+ genannt, der eine Weiterentwicklung des etwa von iTunes verwendeten AAC-Standards bedeutet.

Andererseits widmen sich die Entwickler auch den Feinspitzen unter den Musikhörern und wollen beweisen, dass mit entsprechenden Codierungstechnologien auch die letzten wahrnehmbaren Unterschiede zur Audio-CD ausgemerzt werden können. "Die Musiklabels und Toningenieure haben mittlerweile auch verstanden, wie man kodieren muss, damit man eine hervorragende Soundqualität erhält. Ein weiterer Vorteil der bestehenden Codierungen wie MP3 oder AAC ist, dass die dahinterliegenden Verfahren ständig verbessert werden", so Grill. Eine heute mit 128 kbit/s kodierte MP3 klingt folglich weitaus besser als vor 15 Jahren.

Begriff "Kompression" irreführend

Den Begriff "Kompression" findet der Fraunhofer MP3- und AAC-Entwickler ohnehin irreführend. "Man darf das nicht verwechseln mit Dynamik-Kompressionen, also dem Abschwächen lauter Passagen und der Anhebung leiser Stellen, was seit jeher gerade bei den vielgerühmten Schallplatten oder auch im UKW-Rundfunk eine technologische Notwendigkeit ist." In dieser Hinsicht seien MP3 und AAC mit bis zu 24 Bit Dynamikumfang sogar besser als die auf 16-Bit beschränkte Audio-CD. Diese Einschränkung werde auch durch eine Lossless-Kopie einer Audio-CD nicht beseitigt.

Weit wichtiger für eine gute Soundqualität bzw. ein ansprechendes Klangbild sei ohnehin nicht das verwendete Medium oder Dateiformat, sondern die eingesetzten Lautsprecher. "Diese sind immer noch die schlimmsten Verfälscher in der gesamten Kette", meint Grill.

Quelle: nmz.de
 
Superschlumpf
Deezer Supernutzer*in
Deezer 'Sonos-Master' Legend
June 21, 2021

@rowa68 

Sehe ich auch so… die Lautsprecher sind die wichtigste Komponente. 

Und bei den Codecs ist sicher noch Luft nach oben. Leider scheinen aktuell nicht die besten verfügbaren Codecs genutzt zu werden, denn ich bleibe dabei. Aktuell kann ich den Unterschied mit guten Lautsprechern oder Kopfhörern hören. Besonders bei feinen Details von Instrumenten im Hintergrund. 

Anfrage ans Support Team… https://support.deezer.com/hc/de/requests/new
bluezzbastardzz
Deezer Supernutzer*in
deezer 'HiFi-Master' Legend
June 22, 2021

Dieser Artikel aus der Neuen Musikzeitung (nmz) ist von 2009 und ebenfalls eine Übernahme eines älteren Artikels von Trusted Review, die sich auf einen nicht näher beschriebenen Hörtest beziehen. Hier der Originallink:

Fraunhofer-Experte: Auch HiFi-Liebhaber können MP3s von CDs nicht unterscheiden | nmz - neue musikzeitung

Generell sind solche pauschalen Schlagzeilen bei allen Online-Anbietern beliebt, weil sich damit Klickzahlen generieren lassen, auch noch in der Dritt/Viert/Hastenichtgesehen-Verwertung. :wink: Alles, was Fraunhofer-Grill dort äußert, ist der Stand von 2009 oder noch früher, z.B. über verfügbare Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet und die Notwendigkeit von effektiver Datenkomprimierung, besonders beim Mobilfunk. Natürlich will man auch heutzutage nicht unbedingt das begrenzte Datenvolumen fürs Handy oder den Speicherplatz für eine High Resolution-Datei verballern, die zigmal größer ist als eine MP3, wenn man den Unterschied beim Joggen mit den Bluetooth-Kopfhörern sowieso nicht hören kann. :wink:

Wie gesagt ist es bei geeignetem Testmaterial, genügend Zeit und Geduld, brauchbarem Equipment usw. möglich, zwischen WAV oder FLAC-Dateien und MP3/AAC/Ogg Vorbis-Dateien oder Streams zu unterscheiden.

ZZee ya, Hans-Jürgen (Bluezz Bastardzz und Indigo Rocks, Livealbum auf Deezer, last.fm/user/hjbardenhagen)
June 28, 2021

Moin Alle,

bedingt durch diesen Thread(*) habe ich mir nun einen DAC (iFi Zen DAC v2) sowie kabelgebundene Kopfhörer (beyerdynamic DT 1990 Pro) bestellt und werde mir dann die Zeit nehmen und die von @rowa68 verlinkten Tests erneut durchführen bzw. Musikfiles antesten.

Meine Hoffnung ist, dass ich doch Unterschiede wahrnehmen kann und es bislang “nur” an den eingesetzten Komponenten gelegen hat.

(*) Irgendeinen Grund muss ich ja haben… :laughing:

Superschlumpf
Deezer Supernutzer*in
Deezer 'Sonos-Master' Legend
June 28, 2021

@dee_dirk 

Selber Moin…

Ich finde deine Entscheidung absolut richtig und nachvollziehbar. Man muss schließlich alles versuchen, um den Ohren ne Chance zu geben. ;-)

Anfrage ans Support Team… https://support.deezer.com/hc/de/requests/new